Auf was sollte man beim Kauf eines Ergometers achten?

Auf was sollte man beim Kauf eines Ergometers achten

Soll sich nun ein Ergometer angeschafft werden, sollte man nicht einfach in den nächsten Laden spazieren und sich einen zulegen. Stattdessen gibt es einige Punkte zu beachten, damit man längerfristig Freude an dem Gerät hat und es nicht ungenutzt im Schlaf- oder Wohnzimmer verstaubt oder als Ablage für Kleidungsstücke dient. Zunächst sollte man sich in seiner Wohnung umschauen und sich überlegen, wo das neue Trainingsgerät einen guten Platz haben könnte, ohne, dass es bei Nichtnutzung im Weg herumsteht. Schließlich kann das Ergometer nicht mal eben zusammengefaltet und weggeräumt werden. Als nächstes stellt sich die Frage, welches Modell man kaufen möchte: darf es das klassische Fahrrad-Ergometer sein, die Liegend-Variante oder das Hand-Ergometer (hier die Unterschiede der Varianten)? Wer körperliche Beschwerden hat, also beispielsweise mit Rückenproblemen kämpft oder mit sehr viel Übergewicht zu tun hat, sollte auch mit seinem Hausarzt im Vorfeld abklären, ob diese Trainingsmethode für ihn/sie infrage kommt. Sind alle Unklarheiten beseitigt, sollte man sich beim Kauf an folgende Leitlinien bzw. Fragen/Ideen halten:

1. Fester Stand des Gerätes

Damit ein sicheres Training gewährleistet ist und es zu keinen Unfällen kommt, muss das Ergometer einen sicheren Stand aufweisen (mehr Infos dazu auf https://www.meduni.com/ergometer-test/). Dazu gehört natürlich, dass es über eine rutschfeste Unterfläche, wie gummierte Standfüße etc. verfügt. Ein weiterer Indikator ist das Gesamtgewicht des Gerätes. Hier gilt: umso schwerer, desto besser, da das Gerät so mit Sicherheit über einen festen Stand verfügt. Knauserigkeit bzw. der Gedanke, sich ein leichtes Sportgerät von 20 KG oder weniger zuzulegen, ist hier leider die falsche Option, die gefährlich enden kann. Selbst ein günstiger Preis sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, da das Gerät ja einige Jahre halten und gute Trainingsstunden schaffen soll.

2. Die maximale Gewichtszulassung

Die maximale Gewichtszulassung ist ebenfalls ein Kaufkriterium, welches nicht unterschätzt werden sollte, da diese die gesamte Stabilität des Gerätes wiedergibt. Je höher die maximale Gewichtszulassung ausfällt, umso höher wird die Qualität und die Verbauung des Gerätes sein. Daher sollte darauf geachtet werden, dass die Gewichtsbelastung zwischen 130-150 KG liegt. Liegt die Gewichtszulassung unter diesem Wert, sollte von diesem Gerät eher Abstand genommen werden. Ebenso wichtig ist es, auf etwaige Prüf- oder TÜV-Zeichen des Gerätes zu achten. Ist ein CE-Zeichen angebracht, so werden die angeforderten Sicherheitsstandards erfüllt und das Gerät wurde entsprechend auf Herz und Nieren getestet. Daher sollte man Abstand von Billigprodukten aus Fernost/Asien nehmen, die diese Gütesiegel nicht aufweisen können, da es hier um die körperliche Sicherheit geht.

3. Die Schwungmasse

Ebenso nicht zu unterschätzen ist die eingebaute Schwungmasse des Gerätes. Diese sollte wenn möglich, eher hoch ausfallen, da mit einer hohen Schwungmasse die Bewegungsabläufe flüssiger und damit besser für den Körper zu händeln sind. Je nach Gerät sollte das Gewicht der Schwungmasse auf jeden Fall zwischen 5 KG und 9 KG aufweisen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass das Ergometer möglichst leise und geräuscharm ist. So kann man auch noch abends eine Trainingsrunde einlegen, ohne dass zum Beispiel das Kind wach wird. Auch in einem Mietshaus ist ein leises Ergometer selbstverständlich von Vorteil.

4. Drehzahlen und Bremssysteme

In der Regel arbeiten Ergometer Drehzahlabhängig. Sie zeigen also die geleisteten Schritte an. Allerdings kann damit nicht festgestellt werden, ob man sich beispielsweise im erforderlichen Belastungsbereich aufgehalten hat, den beispielsweise der Arzt angeordnet hat. In diesem Falle sollte man lieber auf ein Gerät zurückgreifen, welches Drehzahlunabhängig ist. Diese Ergometer werden dann vor allem Wattgesteuert. Diese Leistung lässt sich auch auf dem Display ablesen, so dass gewährleistet ist, dass die Vorgaben des Arztes eingehalten werden. Um das Training zu intensivieren, kann oftmals der Widerstand am Ergometer erhöht werden. Dies geschieht mittels einer Bremsscheibe. Bzw. eines Bremssystems. Die meisten Ergometer verfügen heute über Magnetbremsen. Sehr billige Produkte nutzen hingegen Riemenbremsen, daher sollte man von diesen Geräten eher Abstand nehmen, da der Verschleiß mitunter sehr hoch ist und die Qualität leidet. Magnetbremsen sind hingegen nahezu verschleißlos.

5. Computer, Bedienbarkeit und Trainingsprogramme

Auch dieser Faktor sollte beim Kauf eines Ergometers berücksichtigt werden, da das Gerät ja möglichst lange Freude und auch Abwechslung bieten soll (ausführliche Beschreibungen dazu im Test auf https://www.bbvb.org/beste-ergometer/). Es liegt vor allem an den individuellen Wünschen des Nutzers. Der Computer, bzw. das Touchpad sollten sich gut und einfach bedienen lassen. Häufig lassen sich unterschiedliche Widerstände einstellen, sowie diverse Programme, die das Wandern in den Bergen, bzw. das Auf- und Ablaufen simulieren. Ebenso ist es möglich, sogar pulsgesteuerte Programme auszuwählen. Generell lässt sich bei nahezu jedem modernen Ergometer der Puls mittels Brustgurt, bzw. Handpuls/Uhr messen. Wie weit ausgebaut diese Programme sind, ist nahezu nach oben hin offen. Ganz moderne Geräte lassen sich sogar mit dem Fernseher verbinden, so dass man beispielsweise in einer animierten Landschaft herumfahren kann. Auch Apps bzw. das Verbinden mit dem eigenen Smartphone ist heutzutage kein Problem mehr und kann je nach Hersteller- beliebig erweitert werden. Wer mit seinem Puls “trainieren” möchte, sucht ein Ergometer, der auf jeden Fall ein Programm mit pulsgesteuertem Training anbietet. Das Training wird ganz individuell auf Grundlage des eigenen Pulses gestartet, bzw. die Belastung dahingehend gesteuert und angepasst. Durch dieses Training wird die Ausdauer spürbar gesteigert, ohne den Trainierenden jedoch zu überfordern.